LICHT 

Wenn Licht durch unsere Augen fällt,
entsteht in unserem Kopf ein buntes Bild.

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Nichts war, bevor es Licht ward. 

Mit dem Licht beginnt die Bibel die sieben Tage der Schöpfung, 

mit Licht fängt die Geschichte der Erde an und der Mensch sein irdisches Dasein: 

Wenn er das Licht der Welt erblickt, ist er geboren.




Licht kann krank, Licht kann aber auch gesund machen.

Es kann die Laune heben oder Depressionen verstärken -

nicht umsonst spricht man vom Winterblues.


Vom Licht ist die Stimmung der meisten Menschen abhängig. 


Auch die Leistungsfähigkeit und Konzentration wird beeinflusst.


Tag und Nacht, der Atem des Lichts, die Gezeiten des Himmels, ...


... bestimmen den Rhythmus des Lebens.


Morgenröte ist das Licht, das erwacht. 


EX oriente Lux - Das Licht kommt aus dem Osten


Mittagsglut ist Licht im Überfluss



Abenddämmerung ist Licht, das in goldener Reife abdankt


Die Natur ist der phantasievollste Magier de Lichts:

vom Glühwürmchen, das durch die Finsternis blinkt,

bis zur Sternschnuppe, die ihre kosmische Leuchtspur hinterlässt.

Das betörende Nordlicht, das Flimmern der Milchstrasse, ....


... der milde Glanz des Vollmonds, ...


... das stumme Flackern beim Wetterleuchten ...


... schließlich die bunten Farben des Regenbogens in den Himmel gemalt -


alles Lichtspiele der Natur, Variationen eines Elements, ohne das nichts ist.


Ein Großteil der Flora und Fauna ist demnach auf Licht angewiesen um zu überleben.


Diese überragende Bedeutung ist den Menschen seit Urzeiten bewusst.


Viele frühere Kulturen verehrten die Sonne als Gottheit, 

beschworen ihre tägliche Wiederkehr mit magischen Ritualen

und waren bestürzt, wenn ihr Licht bei einer Mond- 

oder Sonnenfnsternis plötzlich unerwartet verschwand.

 

Der Mensch musste sich, um zu überleben, die Kräfte des Lichts 

und die Macht des Feuers untertan machen.


Seitdem Prometheus die Flamme vom griechischen Göttersitz 

auf die attische Erde gebracht hat,

ist Menschheitsgeschichte vor allem die Chronik der Kunst,

Licht und Feuer zu bändigen.


Auch um die Dunkelheit aus dem eigenen Leben zu verdrängen, ...


... den Tag nach getaner Arbeit zu verlängern ...


... und das Licht für die Schaffung und den Erhalt des eigenen Wohlstandes zu nutzen.


 Nicht nur zum Sehen, der Mensch braucht das Licht auch indirekt zum Atmen-

und er braucht es um zu sehen.


Doch selbst der moderne Mensch hat sich die Lust bewahrt, 

zumindest manchmal die Elemente zu verschwenden 

und dann nur mit dem Licht zu spielen.


Die Leuchtkraft, in die er Schlösser und Kathedralen 

als Zeichen seines Schönheitssinns taucht ...


... oder das knallfrohe Feuerwerk, 

bei dem er mit Farben und Flimmer komponiert,


sind nichts als schöne, nutzlose Augenweide -


ein bescheidener Abglanz jenes Mirakels, 

das die Natur mit jedem Sonnenuntergang unübertrefflich inszeniert.